Interview mit der Augsburger Band Pepes Penthouse

„Wir wollten was ganz Eigenes machen!“

Am Sonntag, 08.02.2009 um 18:00 hatte ich eine Verabredung mit den Jungs von der Augsburger Band PEPES PENTHOUSE. Unser Treffen fand im Übungsraum der Band in der der alten Reese-Kaserne in Augsburg statt

Anne: Wie und wann habt ihr Euch kennengelernt?

Quincy: 2006 lernte ich Chris in dem Musikgeschäft in Augsburg kennen, in dem er wir heute noch arbeiten. Ich habe ihn zum jammen in den Proberaum meiner damaligen Band LIVING TICKET eingeladen. Er brachte Jochen gleich mit, der uns am Schlagzeug unterstütze. Er machte damals im selben Laden seine Lehre. Es war ziemlich schnell klar, dass wir weiterhin zusammen Musik machen wollten. Ich habe mich damals von LIVING TICKET getrennt und wir haben PEPES PENTHOUSE gegründet. Wir waren längere Zeit auf der Suche nach der optimalen Besetzung für den Bass. Letztes Jahr ist dann David zu uns gestossen. Wir haben ihn über die Band ECHOES OF SERENITY kennengelernt, die ihren Übungsraum 2 Stockwerke unter uns hat. Seit diesem Zeitpunkt sind wir komplett.

Chris: Wir wollten einfach etwas ganz Eigenes machen. Musik, die uns selber gut gefällt.

Anne: Wie man hört, verbringt ihr momentan sehr viel Zeit im Übungsraum und im Studio, wann können wir mit neuen Songs rechnen?

Chris: Wir sind dabei an neuen Sounds zu basteln und haben auch schon einige Ideen umgesetzt. Wir werden bei unserem nächsten Auftritt sicher wieder was neues vorstellen!

Anne: Wann gibt es PEPES PENTHOUSE das nächste Mal live zu sehen?

Quincy: Wir spielen am 02.04.2009 im Irish-Pub Flannigans Post in Augsburg.

Anne: Wie lange macht ihr schon Musik?

Pepes PenthouseQuincy: Ich habe schon früh angefangen Gitarre zu spielen. Mit 15 gründete ich meine erste NIRVANA-Cover-Band.

Jochen: Ich habe mit 14 angefangen am PC Songs zu bauen. Ich habe mich schon immer sehr für Rhythmus und Percussion interessiert.

Chris: Mit 14 war ich Keyboarder in der Schulband. Später habe ich dann angefangen Gitarre zu spielen.

David: Mit 13 habe ich angefangen Gitarre zu spielen, für die Band bin ich dann auf den Bass umgestiegen.

Anne: Was ist Euch bei einem Live-Auftritt wichtig?

Chris: Das Publikum zu begeistern. Geballte Energie auf die Bühne zu bringen.

Jochen: Wichtig ist auch, dass man selber Spaß an der Sache hat, dann reißt man das Publikum automatisch mit.

Anne: Wieviel Zeit verbringt ihr durchschnittlich in der Woche im Übungsraum?

Jochen: Wir proben 2-3 mal in der Woche. Also im Schnitt 10 Stunden.

Anne: Bei soviel Zeit im Proberaum: Kommt ihr überhaupt noch dazu, auch außerhalb der Bandaktivitäten mal was zusammen zu unternehmen?

Jochen: Das ist uns sogar sehr wichtig. Wir gehen dann zusammen weg, hören uns auch mal ein Konzert an, oder setzen uns einfach so zusammen.

Chris: Wir treffen uns halt nicht mehr alle 2-3 Tage. Wir haben unsere festen Bandabende ca. alle 2 Wochen.

Anne: Kommt es auch mal vor, dass ihr Euch gegenseitig auf die Nerven geht? Was macht ihr, wenn das passiert?

Interview mit der Augsburger Band Pepes PenthouseChris: Sicher kommt das beim proben ab und zu vor. Meistens hilft es, wenn jeder kurz seine Ruhe hat…

Quincy: David dreht seinen Verstärker auf, Jochen geht eine rauchen…

Chris: Wichtig ist uns einfach, dass wir das Thema danach kurz klären, dass es zu einer kurzen Aussprache kommt. Normalerweise vertragen wir uns schnell wieder.

Anne: Ihr macht Indierock mit deutschen Texten. Was sind Eure Einflüsse und wie hebt ihr Euch von anderen deutschen Bands wie SLUT oder ANAJO ab?

Quincy: Wir versuchen eigentlich grundsätzlich unser eigenes Ding zu machen. Das wird man auch merken, wenn man unsere Musik hört. Klar hat jeder irgendwie seine Einflüsse, die er dann in seine Art zu spielen mit einbringt.

Jochen: Jeder von uns hat so viele Einflüsse, dass man da gar kein klares Bild mehr erkennen kann. Wir haben kein genaues Vorbild, dem wir nacheifern. Zu unseren Einflüssen zählen auf jeden Fall Bands wie MADSEN, INCUBUS, BIFFY CLYRO und auch KINGS OF LEON.

David: Ludwig van Beethoven, Karell Gott.

Anne: Quincy, du bist der Frontsänger, schreibst Du alle Deine Texte selbst?

Quincy: Ich schreibe die Texte. Es kommt immer wieder mal vor, dass mich eine Erzählung der Jungs oder ein Gespräch mit den anderen auf eine Idee für einen Song bringt. Ich schreibe nicht nur über meine Erlebnisse und Gedanken, sondern über die der Band.

Anne: Wovon handelt der Song „Wie lange“, der momentan auf Eurer myspace-Seite zu hören ist?

Pepes Penthouse im Proberaum in AugsburgQuincy: Der Song handelt von Situation und Zuständen aus denen man am liebsten sofort ausbrechen möchte, was aber in dem Moment nicht möglich ist. Man stellt sich dann die Frage, wie lange wird es noch dauern, bis die Veränderung eintritt.

Anne: Eure Bühnenshows sind sehr energiegeladen, Eure Songtexte oft sehr gefühlvoll. Wie schafft ihr es, das so gut zu verbinden?

Quincy: Es gibt keine Zauberformel. Wenn die Mischung passt und man Spaß an einem Song hat, dann klappt das ganz automatisch.

Anne: Welche Musik hört ihr selbst gerne?

Quincy: KINGS OF LEON, TON STEINE SCHERBEN, HERBERT GRÖNEMEIER

Jochen: INCUBUS, BIFFY CLYRO, BLACKMAIL

Chris: MADSEN, BILLY TALENT, BIFFY CLYRO, KINGS OF LEON

David: Für mich gibt es zwei Arten von Musik: Die Art von Musik, die ich mag und die Art von Musik, die ich nicht mag. Ich höre eigentlich nur die Musik, die ich mag

Anne: Wie haben Menschen wie Rio Reiser (Sänger der Band TON STEINE SCHERBEN) die heutige deutsche Musikszene beeinflusst?

Quincy: Viele Bands trauen sich durch Gruppen wie TON STEINE SCHERBEN heute mehr politische, sozialkritische Themen in ihre Songs mit einfließen zu lassen. Es gibt heute wesentlich mehr Künstler, die auf deutsch über Themen wie Politik singen. Ich denke, dass Rio Reiser mit seiner Band da einen großen Teil dazu beigetragen hat.

Anne: Was macht ihr sonst so in eurer Freizeit?

Quincy: Texte schreiben, Live-Konzerte besuchen, Grafik und Programmierung am PC, auch zur beruflichen Weiterbildung, Computerspiele, schlafen

Jochen: Musik hören, Essen, Kaffee trinken, mit dem Hund rausgehen, spazieren gehen, Skateboard fahren, lesen

Chris: Songs schreiben, an Gitarren rumschrauben, bei meinem Vater im Tonstudio arbeiten, Musik hören

David: skaten, Musik machen, Musik hören, meine Freundin ärgern.

Pepes PenthouseAnne: Mit euren deutschen Texten, zeigt ihr, wo eure Heimat ist. Wie geht ihr selbst mit dem Begriff Heimat um? Was bedeutet Heimat für euch?

Chris: Heimat ist für mich dort, wo ich mich wohl fühle.

David: Die Heimat ist für mich ein Rückzugsort.

Quincy: Heimat ist dort, wo man im Urlaub nicht hinfährt! (lacht) Nein, im Ernst, meinen Wohnort Augsburg Innenstadt möchte ich keinen Tag missen!

Anne: Wie sieht eure Planung für die nähere Zukunft aus?

Quincy: Olympia 2012 Gold holen, Stagediving

Jochen: massig Auftritte 2009

Anne: Wo kann man mehr über Pepes Penthouse (z. B. im Internet) erfahren?

Quincy: Unsere Bandseite besuchen, oder uns einfach persönlich nach den Konzerten ansprechen.