Neben dem ökologischen Fußabdruck gibt es inzwischen auch einen ökologischen Handabdruck. Wissenschaftler verschiedener Universitäten arbeiten an diesem Projekt.

Für den ökologischen Fußabdruck wird der Ressourcenverbrauch für eine Person, einen Haushalt oder ein Produkt in Quadratmeter umgerechnet. Damit soll das allgemeine Umweltbewusstsein vergrößert werden. Forscher haben jetzt die Überlegung angestellt, dass der Fußabdruck vielleicht nicht für genügend Motivation sorgt, da er lediglich das Negative abbildet.

Auch die ökonomische und soziale Komponente soll abgebildet werden

Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes ist es, neben der ökologischen auch die soziale und die ökonomische Komponente eines Produktes bewerten zu können. Die Wissenschaftler entwickeln die Methodik des ökologischen Handabdrucks unter Zuhilfenahme bekannter Bewertungssysteme.

Der ökologische Handabdruck soll ein ganzheitlicher Ansatz sein, der es ermöglicht, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen verschiedenster Produkte messbar, bewertbar und vor allem auch kommunizierbar zu machen. Er soll den gesellschaftlichen Nutzen und die Auswirkungen erfassen, messen und bewerten.

Gezieltes Steuern in Richtung nachhaltige Entwicklung

„Der ökologische Handabdruck soll das gezielte Steuern in Richtung nachhaltige Entwicklung darstellen“, heißt es auf der Homepage des Projektes. Negative Effekte wie die Ausbeutung von Ressourcen, die Produktion von Abfällen und Emissionen, sowie soziale Auswirkungen sollen dadurch reduziert, positive, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gesteigert werden.

Gestartet wurde das Projekt im Jahr 2015. Bis Mai 2018 soll die Entwicklung komplett abgeschlossen sein. Im Anschluss soll es in Pilotprojekten anhand von Beispielen aus den Bereichen Lebensmittel, Konsumgüter und kleine bis mittlere Unternehmen präsentiert werden.

Ökologischer Handabdruck – Universitäten arbeiten zusammen

Den Fortgang des Projekts kann man auf der Homepage* des Projekts beobachten. Geleitet wird es vom CSCP (Collaborative Centre On Suistainable Consumption And Production) in Wuppertal. Forschungspartner sind die Universität Hohenheim, die Universität Witten/Herdecke und das Centre For Suistainability Management der Leuphana-Universität Lüneburg.

Nicht zu verwechseln ist der ökologische Handabdruck mit dem Hand Print. Über dieses Projekt werde ich demnächst berichten.

*Homepage des Projekts: Hier entlang

Artwork und Logo: Annette Jakobs