Ein freies Wochenende hatte ich schon sehr lange nicht mehr. Das war auch der Grund dafür, warum wir uns dazu entschieden hatten, Samstag und Sonntag in Husum zu verbringen. 

Mein Dienstplan sagte „frei“ und die Wettervorhersage erzählte von „mildem Frühlingsklima“ an der Küste. Wir wollten also schön die Nordsee genießen, endlich mal wieder unserem gemeinsamen Hobby nachgehen und ein paar Bilder machen, wandern und in die Sauna gehen. Soweit der Plan. Doch dann kam alles etwas anders. Murphy schlug mit seinem Gesetz voll zu.

Wochenende – Der gute alte Murphy freut sich

Schon den kompletten Freitag wurde ich von schlimmen Niesanfällen geschüttelt. Davon und auch, dass am Samstagmorgen auch noch Husten dazugekommen war, wollte ich mich nicht unterkriegen lassen und wir fuhren trotzdem.

Wochenende

Wegen meiner ständigen Schnäuzerei setzen sich im Zug nach und nach die Leute von uns weg. Durch das Fenster konnten wir indes beobachten, wie sich der Himmel immer mehr zuzog und das Wetter trüber und trüber wurde.

Wochenende

In Husum angekommen,f regnete es zum Glück nicht. Wir packten unsere Rucksäcke in ein Schließfach, nahmen bei „Tante Jenny“ einen Friesentee zu uns und machten uns auf den Weg zu unserer Deichwanderung. Inzwischen machten sich dicke Nebelschwaden über unseren Köpfen breit.

Bis zum Deich schaffte ich es noch. Dann war meine Kondition erschöpft und die abwechselnden Anfälle von Schüttelfrost und Schweißbädern machten mir echt ein Bisschen sorgen. Wir holten also unsere Rucksäcke ab und machten uns auf den Weg zum Hotel Rosenburg, das am anderen Ende von Husum liegt. Nach insgesamt nur 17 Kilometern Fußweg (Unsere angefangene Wanderung mit eingeschlossen) war der Tag gelaufen.

Tee und Schlaf statt Sauna und Deich

Tee trinken, Schlafen im Hotelbett und Fieber rausschwitzen waren angesagt. Draußen brach in der Zwischenzeit das Wetter vollkommen zusammen.

Wochenende

Nach gefühlten zehn Tassen Tee und ein paar Stunden Schlaf schaffte ich es sogar noch ins Hotelrestaurant. Was sich echt gelohnt hat. Man hatte sehr liebevoll eigens für uns ein veganes Menü (Erbsen-Falafel mit Paprika-Gemüse und frischer Salat mit Brunnenkresse und Braunkohl) zubereitet.

Danach ging es dann nicht etwa wie geplant ins Spa, sondern wieder in mein mit kuscheligen, weißen Laken bezogenes Krankenlager. Nach einer schweißgebadeten Nacht und (Dank dem unglaublich freundlichen Hotelangstellten, der uns nach dem Abendessen noch ein paar Teebeutel mitgegeben hatte) kredenzte man uns ein opulentes, wieder extra für uns zusammengestelltes veganes Frühstück mit allem Drum und Dran.

Eigentlich wollten wir noch bleiben und es uns in der örtlichen Sauna gemütlich machen. Doch mit Fieber ist an derartige Aktivitäten natürlich nicht zu denken. Daher ließen wir uns ein Taxi schicken, das uns pünktlich an den nächsten Zug in Richtung Altona brachte. Wieder zu Hause, brauchte ich erst mal jede Menge Tee und Schlaf.

Heute geht es mir zum Glück schon wieder ein kleines Bisschen besser. Bis zur Schicht am Wochenende werde ich ganz bestimmt wieder richtig fit sein.

Das Hotel Rosenburg kann ich Euch wärmstens empfehlen. Wir haben vorher nur kurz per E-Mail angekündigt, dass wir vegan leben. Daraufhin hat man uns einfach königlich bewirtet. Das Hotel ist toll eingerichtet, sauber, gemütlich und das Personal ist einfach umwerfend freundlich. Ihr findet es übrigens hier.