Das Millerntor-Stadion auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg ist eines der wenigen Fußballstadien in Deutschland, das nicht nach einem Werbeträger benannt ist.

Und nicht nur das sorgt für ein besonderes Flair auf dem Gelände. Ausgetragen werden dort die Heimspiele der ersten und manchmal auch der zweiten Fußballmannschaft von St. Pauli.

Schon früh gab es einfache Sportplätze

Schon kurz nach Ende des 1. Weltkrieges entstanden auf dem Gelände des Heiligengeistfeldes einfache Sportplätze. Damals spielte dort unter anderem der St. Pauli TV.

Mit Hilfe der Fans hatte der FC St. Pauli aus Schutt eine neues Stadion an der Ecke Glacisstraße/Budapester Straße aufgebaut. Heute befindet sich dort der Aufgang der U-Bahn. Im Zuge der Gartenausstellung von 1961 musste das Stadion weichen. Das heutige Stadion wurde im Jahre 1963 eröffnet.

Benannt wurde das Millerntor-Stadion nach dem Hamburger Stadttor Millerntor, das ganz in der Nähe liegt. Nachdem der Vereinspräsident Wilhelm Koch gestorben war, forderten dessen Kinder 300.000 Mark vom Verein zurück. Zunächst einigte man sich auf die Rückzahlung der halben Summe und die Umbenennung des Stadions in „Wilhelm-Koch-Stadion“.

Endgültige Namensänderung 1997

Nach einer hitzigen Debatte während der Jahreshauptversammlung 1997 beschloss man dem Stadion seinen ursprünglichen Namen zurückzugeben, nachdem Koch mit der NSDAP und deren Machenschaften während des 2. Weltkrieges in Verbindung gebracht worden war.

Heute setzt sich der FC St. Pauli gemeinsam mit seinen Fans gegen Rassismus und Sexismus ein. Rassistische Äußerungen führen zu einem sofortigen Rauswurf aus dem Stadion und auch einem Sponsoren wurde bereits gekündigt, nachdem er eine sexistische Stadionreklame aufgehängt hatte.

Der FC wurde am 15. Mai 1910 gegründet, die Farben des Vereins sind braun und weiß. Neben der Herrenmannschaft, die derzeit in der 2. Liga spielt und der zweiten Mannschaft, gibt es eine Damenfussballmannschaft sowie die Abteilungen Blindenfußball, Bowling, Boxen, Darts, Handball, Kegeln, Marathon, Radsport, Roller Derby, Rugby, Schach, Tischfußball, Tischtennis, Torball und Triathlon.

Rund um das Millerntor-Stadion

Bei dem wunderschönen Wetter, das wir am 1. Mai hatten, habe ich endlich mal die Chance genutzt und ein paar Fotos gemacht. Von der Dom-Seite in Richtung Ränge startete ich meinen Rundgang. Am Haupteingang mit dem Fanshop vorbei rund um das Stadion. Dabei sind mir ein paar hübsche Kleinigkeiten ins Auge gefallen.

Nachdem das Stadion von 2006-2015 schrittweise umgebaut worden war, finden heute übrigens 29.546 Fans Platz darin. Es gibt 16.940 Stehplätze, 12.606 Sitzplätze, davon 39 Séparées mit 468 Plätzen , 2.491 Business Seats und 96 Plätze für Rollstuhlfahrer. Noch mehr interessante Details erwünscht? 2010 erhielt das Millerntor-Stadion von PETA den Progress Award als tierfreundlichstes Fußballstadion verliehen!

Ich wünsche Euch viel Spaß mit der Galerie! Und drückt uns die Daumen für das nächste Spiel! heart Auf den Bildern seht Ihr übrigens auch den berühmten Hochbunker, in dem sich das Übel & Gefährlich befindet.