Hochzeitsfotografin

Petra – Hochzeitsfotografin aus Leidenschaft

Petra Fritzi Hennemann hat sich als Fotografin längst einen Namen gemacht. Das Braut & Bräutigam Magazin, Wedding Style, Hochzeitsgezwitscher, Frieda Therés und Hochzeitswahn berichten regelmäßig über die talentierte Münchenerin und ihre Kunden loben sie in den höchsten Tönen.

Auch wir hatten das Glück, an unserem Hochzeitstag von der lieben Petra fotografiert zu werden und werden dank ihrer Fotos immer tolle Erinnerungen an unseren schönsten Tag haben. Aus einer Kundenbeziehung ist längst eine Freundschaft mit der herzlichen Fotografin geworden, wir tauschen uns regelmäßig aus und sie hat uns auch schon in unserer Heimat Hamburg besucht.

Jetzt hat sich Petra die Zeit genommen, sich meinem Interview zu stellen. So viel sei schon mal verraten: Petra hat einiges zu erzählen und noch mehr mit mir gemeinsam, als ich dachte.

Anne: Hallo Petra! Wie geht es Dir? Was hast Du heute schon erlebt?

Petra: Hallo liebe Anne! Erst einmal vielen, vielen Dank dafür, dass Du die schöne Idee mit dem Interview hattest! Oh, ich habe heute fleißig an meiner Homepage gearbeitet, die mit den Hochzeitsreportagen der vergangenen Saison neu bestückt werden soll. Dann war ich mit meinem Hund spazieren und jetzt komme ich gerade vom Libertines-Konzert. Es war genial (lacht)!

Hochzeitsfotografin

Auch Matze und mich hat Petra fotografiert

Bei „Down in Albion“ habe ich natürlich an Dich und Matze denken müssen.

Anne: Das Motto unserer Hochzeit! Und Du hast uns so toll begleitet! Das war wirklich schön!

Deine Hochzeitsfotos sind etwas ganz Besonderes. Sie zeigen das Brautpaar in einem ganz natürlichen Licht, sie wirken lebendig und kein Bisschen gekünstelt. Das hängt auch mit Deiner ganz reizenden, netten Art zusammen. Du kannst Dich beim Fotografieren unheimlich gut in Deine Modelle hineinversetzen. Ist das besonders wichtig, wenn man als Fotografin arbeiten möchte?

Sympathie und achtsamer Umgang sind mein Geheimrezept

Petra: Dankeschön für das liebe Kompliment! Ja, ich denke, wenn man als Fotograf mit Menschen arbeitet, sollte neben technischem Können vor allen Dingen ein gutes Gefühl füreinander stehen. Sicherlich gibt es auch sehr gute Fotografen, die… naja… Entschuldigung… arrogante Trampeltiere sind. Aber in meinen Augen ist gerade der gute, achtsame Umgang miteinander eine wichtige Voraussetzung dafür, dass meine Bilder ganz natürlich werden. Wenn dann noch die Sympathie stimmt und alle Spaß miteinander haben, ist das ein perfektes Rezept für ECHTE Bilder.

Hochzeitsfotografin

Ein Bräutigam bereitet sich auf die Hochzeit vor

Anne: Konntest Du das schon immer so gut? Kann mann das lernen, oder muss man da einfach der Typ dafür sein?

Petra: Die Fotografie begleitet mich schon fast mein ganzes Leben lang. Mit 4 Jahren habe ich meine erste Kamera von meinem Vater bekommen, der auch immer sehr gerne fotografiert hat. Das war so eine schmale „Ritschratsch“-Kamera mit einem dicken, orangenen Auslöser, wo ein ganz schmaler Film drin war. Damit habe ich angefangen, meine Freunde zu fotografieren. Mit meinen Kuscheltieren habe ich angefangen, kleine Geschichten zu inszenieren, habe sie in Szene gesetzt, fotografiert, dann wieder ein Stückchen weiterbewegt. Ich glaube, heute würde man „Stop-Motion-Picture“ dazu sagen (grinst).

Man kann das Fotografieren sicherlich lernen, die technischen Dinge, Bildgestaltung, usw. Doch ich glaube, dass das Herz auf jeden Fall immer dabei sein muss!

Anne: Wie kam es dazu, dass Du Dich nach Deiner Ausbildung auf Hochzeiten spezialisiert hast? Es gibt ja doch eine ganze Menge Fotografen auf diesem Gebiet.

Unser Fotostudio wurde gesprengt!

Hochzeitsfotografin

Spaß beim Fotografieren

Petra: Das war ein relativ langer Prozess. Als ich mich 2003 selbständig machte, fotografierte ich sämtliche Themen aus der Portraitfotografie wie Familienbilder, Bewerbungsfotos, Aktaufnahmen, People – und Lifestylefotos – und eben Hochzeitsbilder. Da anscheinend meinen Brautpaaren die Bilder gefielen und sie mich an ihre Freunde weiter reichten, fotografierte ich im Laufe der Zeit immer mehr Hochzeiten. Dazu kam vor ein paar Jahren noch ein gewisser Wink des Schicksals hinzu: Ich hatte mit einem Kollegen zusammen ein tolles Fotoatelier in Schwabing. Als dann aber bei Abrissarbeiten direkt darunter eine Bombe gefunden wurde, die gesprengt werden musste, ging quasi mein Traum vom Fotostudio in Rauch auf.

Ab diesem Zeitpunkt entschied ich mich, nur noch on Location zu fotografieren, also direkt zu den Leuten zu gehen oder mit ihnen an einem schönen Ort Portraitaufnahmen zu machen. Auch wurden es immer mehr Hochzeiten. Diese Freude, diese Emotionen festzuhalten, ganz dicht dabei zu sein und sehr viel Glück und Gefühle mitzubekommen, ist genau das, worin ich aufgehe, was mich mitreißt.

Hochzeitsfotografin

Die Sonne kommt raus

So war es dann irgendwann klar, dass ich mich auf Hochzeiten spezialisierte. Das war noch lange, bevor der Hype mit den Hochzeitsreportagen losging.

Anne: Wolltest Du schon immer Fotografin werden?

Petra: Ich habe schon immer wahnsinnig gerne fotografiert. Doch zunächst wollte ich im Sportbereich arbeiten, weil ich aus dem Leistungssport kam und mich Medizin obendrein sehr interessierte. Also studierte ich Sport und Physiologie, wobei aber der Studiengang nicht so verlief wie ich mir vorgestellt hatte.

Von Sport und Physiologie zur Fotografie

Darum habe ich mich damals dann auch für eine Ausbildung zur Fotografin entschieden. Nach einer klassischen Lehre arbeitete ich dann noch einige Zeit in einem Fotostudio. Als ich mich dann vor 13 Jahren als Fotografin selbständig machte, arbeitete ich nebenher als Fitness-Trainerin, Skilehrerin und Aerobic-Instructor. Heute mache ich nach wie vor unheimlich gerne Sport – aber eben nur noch als Hobby.

Hochzeitsfotografin

Hochzeitsvorbereitungen

Anne: Das ist ganz schön abwechslungsreich! Und Du hast dich auf jeden Fall richtig entschieden. Es hat sich gelohnt! Du hast Dir einen Namen gemacht und alle schwärmen von Deinen Bildern. Der Terminplaner für den Sommer ist sicher schon wieder voll, oder?

Petra: Momentan kommen sehr viele Anfragen und ich werde auch gut gebucht. Es ist aber immer noch ein wenig Platz in meinem Kalender frei (lacht).

Es gibt Termine, die könnte ich zehnfach vergeben. Dann aber bleiben bestimmte Tage ganz lange Zeit leer. Dieser Mai ist etwas mau, dafür habe ich aber für nächstes Jahr schon Hochzeitsbuchungen.

Hochzeitsfotografin mit Leib und Seele

Anne: Auf welche Hochzeit in diesem Sommer freust Du Dich besonders?

Petra: Das ist eine gemeine Frage (lacht). Der Funke ist auf jeden Fall für all meine Brautpaaren übergesprungen. Sonst hätte ich die Aufträge nicht angenommen. Frag mich am Ende der Hochzeitssaison noch mal (grinst).

Hochzeitsfotografin

Hochzeit in der Natur

Anne: Was war Deine persönliche Lieblings-Hochzeit?

Petra: Oh, das ist schwer… Manchmal ist es die Gesamtstimmung, die Herzlichkeit des Brautpaares und der Gäste, die mir in Erinnerung bleibt, manchmal eine besondere Situation, nette Begebenheiten. Natürlich zählen auch die Hochzeiten zu meinen Lieblings-Hochzeiten, bei denen ich am Ende an Wahnsinns-Bild habe.

Und dann erinnere ich mich natürlich besonders gerne an die Hochzeiten, bei denen ich mit den Brautpaaren immer noch in Kontakt stehe. Wie bei Dir und Matze! Eine Hochzeit ist eine Herzensangelegenheit und oft treffe ich dabei auf ganz wunderbare Menschen, bei denen es einfach schön ist, auch nach dem eigentlichen Auftrag noch Zeit miteinander zu verbringen. Sogar eine meiner besten Freundinnen war eine „meiner“ Bräute.

Anne: Matzes und meine Hochzeit, bei der Du ja auch die Fotos gemacht hast, war so wie wir sind: Bunt, ein bisschen chaotisch und mit Musik von Prog-Rock über Britpop bis zu Indie und Postrock. Dir hat das gut gefallen und darüber haben wir uns auch lieben gelernt. Was liebst Du an Musik besonders? Welche Bands sind Dir die liebsten?

Dark Wave und Grunge haben mein Musikbild geprägt

Hochzeitsfotografin

Brautpaar im Regen

Petra: Ui, diese Frage ist ist natürlich ganz nach meinem Geschmack! Ich bin mit Indie, Britpop und Grunge groß geworden, aber auch Dark Wave und Synthie-Pop haben mein Musik-Bild geprägt.

Die Depeche Mode Musikvideos des Fotografen Anton Corbijn haben mich damals richtig umgehauen und mich noch mehr meinen Wunsch verstärkt, gut fotografieren zu lernen. Ich höre super gerne Musik mit viel Gitarren-Geschrummel wie von den Babyshambles, ein bißchen wild, ein bißchen laut wie Billy Talent, punkig wie Pennywise und NOFX, aber auch Folkrock wie von Flogging Mollys oder den Dropkick Murphys.

Kasabian finde ich auch großartig! Bands, deren Name mit „The“ beginnen sowieso (lacht). Da ist die Liste wirklich lang, The Libertines, The Hives, The Bates, The Rifles, The Strokes, The Termals. Sie alle aufzuzählen, würde hier den Rahmen sprengen, denke ich.

Eine Gänsehaut bekomme ich, wenn ich die Stimmen von Eddie Vedder und Johnny Cash höre. Im Gegensatz dazu, stehe ich aber auch auf Swing-Musik, zu der ich leidenschaftlich gerne Charleston tanze.

Anne: Wow, da habe ich auf alle Fälle einen Nerv bei Dir getroffen! Auf Hochzeiten ist unser Musikgeschmack ja doch eher selten, nehme ich an. Da wird ja nach wie vor noch eher zu Schlagern oder Popmusik gegriffen.

Welchen typischen Hochzeitssong würdest Du am liebsten nie wieder hören?

Hochzeitsfotografin

Gute Musik bedeutet Petra alles

Petra: Definitiv „Love is in the air“! Dieser Song kommt zu 99% als erstes nach dem Brauttanz. Das ist so schrecklich.

Anne: Da haben wir wieder etwas gemeinsam. Wenn ich diesen Song höre, rollen sich mir die Fingernägel auf. Während meiner Ausbildung musste ich ihn, in dem Laden, in dem ich lernte gute zwanzig Mal am Tag hören. Das grenzte irgendwann schon an Musikfolter.

Kommen wir lieber wieder zu etwas Schönem. Welcher Song sollte unbedingt auf jeder Hochzeit gespielt werden?

Petra: Ein Song sollte immer zum Brautpaar passen. Doch ich würde auf jeden Fall die Tanzfläche eröffnen mit „Song 2“ von Blur!

Anne: Dann haben Matze und ich ja alles richtig gemacht! Das freut mich!

Fotos, Musik, Blumen, Hochzeitsblog1, Torte, Kleid, Schuhe, Haare, Make-up, Getränke, die Liste der Dinge, die auf einer Hochzeit organisiert werden müssen, ist schier endlos. Was ist für Dich das Wichtigste?

Hochzeitsfotografin

Stimmungsvolles Bild vom The Hives Konzert

Petra: Diese Dinge gehören alle zu einer guten Hochzeit und wenn das Gesamtbild stimmig ist, ist das natürlich auch für mich als Fotografin ein Augenschmaus. Aber am wichtigsten finde ich es, dass das Fest ganz individuell und kreativ geplant und organisiert wird. Man sollte diesen besonderen Tag mit den liebsten Menschen feiern und so verbringen, wie man selbst sich das wünscht.

Anne: Auf was kann man dafür auch einfach verzichten?

Petra: Auf Stuhlhussen! Das ist unter Fotografen ein immer wiederkehrender Insider-Witz!

Anne: Hast Du eine Lieblings-Pose, wenn Du Brautpaare fotografierst?

Die schönste Pose nimmt das Brautpaar von selbst ein

Hochzeitsfotografin

Die schönste Pose nimmt das Brautpaar ganz von selbst ein, meint Petra

Petra: Die schönste Pose ist die, die das Brautpaar ganz spontan einnimmt, wenn es miteinander lacht, herum albert, sich aneinander kuschelt oder innig küsst.

Anne: Gibt es etwas, das Du außer frischvermählten Paaren noch besonders gerne fotografierst?

Petra: Meine Familie mit meinem Hund Buddy. Er schaut immer so süß auf den Bildern und läßt sich sehr, sehr gerne fotografieren. Man merkt, wie stolz er dann ist (strahlt).

Anne: Hast Du beim Fotografieren allgemein und speziell bei Fotografieren von Tieren einen besonderen Trick, den Du mir verraten willst?

Petra: Einfach an einen Ort gehen, an dem man sich wohl fühlt. Wenn die Fotos ganz ungezwungen und spontan entstehen, ist das meist das Beste! Und bei Buddy helfen natürlich Leckerlis.

Anne: Was muss man machen, wenn man Dich für eine Hochzeit buchen möchte?

Petra: Die meisten Brautpaare kommen auf Weiterempfehlung oder sie haben mich schon einmal auf einer Hochzeit erlebt. Das ist natürlich die schönste Werbung, die man bekommen kann. Wenn mich Brautleute übers Internet, über ein Hochzeitsblog finden, sollten sie zunächst einmal meine Hochzeitsbilder und meine Homepage anschauen, ob sie einem gefallen.

So bekommen sie schon oft das richtige Gefühl, ob ich zu Ihnen und Ihrer Hochzeit passen könnte. Wenn das und der Budget-Rahmen passt, fände ich es schön, wenn wir miteinander telefonieren, erzählen, uns beschnuppern.

Vor dem großen Tag möchte ich das Brautpaar kennenlernen

Hochzeitsfotografin

Märchenhafte Aufnahme

Da merkt man dann gleich, wie man sich versteht und ob man den Hochzeitstag miteinander verbringen möchte. Ich finde das ist eine wichtige Grundlage, damit alle am Ende auch mit den Hochzeitsfotos glücklich sind.

Anne: Das ist wirklich toll und wir haben es auch als sehr angenehm empfunden. Dann ist man gleich ein Bisschen lockerer, wenn man sich dann an dem aufregenden Tag trifft.

Kann man Dich denn nach wie vor auch für andere Gelegenheiten buchen?

Petra: Natürlich fotografiere ich auch alles andere rund ums Thema Hochzeit wie Verlobungsfotos, Afterwedding-Shoots oder auch Brautkleidkollektionen und Inspirationen, sogenannte Styleshoots. Außerhalb der Hochzeitssaison fotografiere ich auch andere Events, oder ich werde für Firmenportraits gebucht.

Anne: Was war Dein Bislang größtes Projekt?

Petra: Vom Aufwand her war mein größtes Projekt sicherlich das Styleshooting von „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“. Mit sehr vielen lieben Kollegen aus der Hochzeitsbranche konnte ich mein Lieblingsmärchen fotografisch umsetzen. Da griffen so viele Dinge ineinander, alles mußte exakt geplant werden.

Von der Torte, Papeterie, Blumen, über die Suche nach einem geeigneten Prinzen, Requisiten wie Schmuck oder den berühmten rosa Umhang. Ein Riesen-Aufwand, der ohne liebe Freunde und Kollegen nicht zu schaffen gewesen wäre.

Ich bin mit einem Brautkleid durch Neuseeland gereist

Hochzeitsfotografin

Ein Brautkleid reist durch Neuseeland

Von emotionaler Seite war mein größtes Projekt die Reise mit dem Brautkleid durch Neuseeland1. Ich hatte mir ein knitterfreies „one size fits all“-Brautkleid von meiner Freundin ausgeliehen und nahm es mit auf meinen Trip durch dieses wunderschöne Land.

Jedes Mal, wenn ich an einer besonders imposanten Kulisse angekommen war, fragte ich eine der Touristinnen, die gerade dort waren, ob sie in das Kleid hineinschlüpfen möchte. So entstand über den Zeitraum meiner Reise eine Serie mit dem Brautkleid mit wechselnden „Bräuten“ in immer verschiedenen Szenerien.

Es war ein gigantisches Erlebnis und ich träume immer noch von dem wunderschönen Land, wenn ich mir die Bilder ansehe. Einen ausführlichen Bericht findest Du auch auf meiner Homepage*!

Anne: Das ist wirklich ein traumhafte Geschichte! Da wäre ich gerne dabei gewesen! Wenn Du nicht gerade in der Weltgeschichte herumreist und Leute fotografierst oder die Bilder zu Hause entwickelst: Was machst Du sonst noch so? Wie verbringst Du Deine Freizeit?

Petra: Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie und mit Freunden. Ich liebe es, in die Berge zu gehen, ob mit Wanderstiefeln oder mit dem Snowboard unter den Füßen. Außerdem gehe ich wahnsinnig gerne auf Rockkonzerte – leider viel zu selten (lacht) und zum Tanzen.

Bei LindyHop, Charleston und Shag fühle ich mich so lebendig und es macht Spaß, sich ein bißchen wie auf einer Zeitreise in die 1920er, 30er und 40er zu fühlen.

Anne: Deine kleine Firma geht ja ganz schön durch die Decke. Du hast große Erfolge zu verbuchen und wirst immer wieder in der Fachpresse erwähnt. Vor Kurzem ist Deine neue Homepage2 gestartet, die wirklich sehr gelungen ist. Wie geht es weiter? Wie sehen die Zukunftspläne von Petra Fritzi Hennemann aus?

Mit meinen Bildern möchte ich in Richtung analoge Zeit gehen

Hochzeitsfotografin

Ein Hochzeitskleid vor der Hochzeit

Petra: Momentan bin ich recht zufrieden, aber ich muss immer am Ball bleiben. Ich möchte zum Beispiel weiter an mir und meiner Bildsprache arbeiten. Als ich damals Fotografin wurde, wurde noch mit Filmen gearbeitet. Dieser Stil und der extrem bewusste Umgang mit der Technik, dem Bildaufbau und nicht zuletzt das Zusammenspiel mit demjenigen VOR der Linse hat mich sehr geprägt. So arbeite ich auch heute noch.

Daher werde ich von der Anmutung und Farbstimmung der Bilder noch ein bißchen mehr wieder in diese analoge Richtung gehen. Vor kurzem sagte eine sehr erfahrene und liebe Kollegin zu mir: „Mensch Petra, viel mehr Deiner Bilder müßten schwarzweiß sein! Du bist doch eigentlich eine Schwarzweiß-Fotografin. Du kannst das und das bist genau DU!“

Ob sie geahnt hat, dass ich noch so viele Agfa SCALAsw-Diafilme im Keller habe, die nur darauf warten, endlich einmal wieder verwendet zu werden? Ich nehme mir das jetzt zu Herzen. Es wird definitiv wieder mehr schwarzweiß-Bilder geben. Und ich freue mich darauf!

Anne: Als Matze und ich geheiratet haben, warst Du noch unter dem Namen „Frau Schokolinse“ unterwegs. Gibt es die Schokolinse noch?

Petra: (Überlegt) Die Frau Schokolinse habe ich ein wenig „eingeschmolzen“ da ich mich ja hauptsächlich auf Hochzeiten konzentrieren wollte. Der Name war mir viel zu lieblich und blumig dafür und besser geeignet für die Familienbilder und Kinderfotos, die ich damals noch unter diesem Namen fotografiert habe.

Meine alte Homepage im Schokolinsen-Stil existiert noch, ich habe sie nur versteckt. Noch konnte ich mich nicht ganz davon trennen. Irgendwo sind immer noch ein paar alte Visitenkarten im Umlauf und die Leute scheinen den Namen echt toll und passend zu finden. Insofern bin ich immer noch ein klitzekleines Bisschen die Frau Schokolinse.

Anne: Was würdest Du jeder Braut am Tag vor der Hochzeit raten?

Ich würde vor der Hochzeit eine Bergtour machen

Hochzeitsfotografin

Unsere Hochzeitstorte hat Petra auch fotografiert

Petra: Aufregung ist etwas ganz Normales. Sicherheitshalber sollte die Braut an ihrem großen Tag noch einmal durchgehen, ob alles soweit vorbereitet und organisiert ist. Allerdings dann sollte auch Schluss sein und sie sollte sich nicht verrückt machen lassen. Die Brautmutter und die Freunde sind ja schließlich auch noch da!

Wenn ich sehe, wie wenig Zeit Braut und Bräutigam am eigentlichen Hochzeitstag füreinander haben, denke ich mir immer, irgendwie wäre es doch am allerschönsten, den restlichen Tag in Ruhe mit dem Bald-Ehemann zu verbringen. Ich glaube, ich würde vor der Hochzeit eine Bergtour4 machen.

Anne: Das klingt spannend! Liebe Petra, vielen vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast! Es hat wirklich großen Spaß gemacht! Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und alles Gute! In Hamburg bist Du jederzeit willkommen, ich freue mich schon auf Deinen nächsten Besuch!

Petra: Ach Anne, vielen Dank auch Dir! Das ist ja ein riesig-langes Interview geworden. Du hast Dir so coole Fragen überlegt! Es war für mich sehr spannend, sie alle zu beantworten! Ich hoffe, wir können bald mal zusammen auf ein Konzert gehen. Ihr seid auch bei uns in München herzlich willkommen! Alles Liebe und Gute auch Dir!