Perfekt. Nachdenklich. Unvergesslich.

Steven Wilson live in Hamburg

Nachdem es vom letzten Steven Wilson Konzert vor zwei Jahren in München keinen Bericht gab, habe ich dieses Mal wenigstens ein paar Erinnerungen mitgebracht. 

Genau wie in der alten Kongresshalle in München, war das Konzert am 16. Januar im Hamburger CCH Congress Center bestuhlt. Wir hatten das Glück, einen Platz in der sechsten Reihe ziemlich genau in der Mitte zu ergattern, von wo aus wir das Konzert in vollem Umfang genießen konnten.

Mit den Fotos hat es dieses Mal leider nicht so gut geklappt, aber ich denke, einen kleinen Eindruck bekommt man auf jeden Fall. Das Konzert war in zwei Sets unterteilt, dazwischen gab es eine kleine Pause.

Steven Wilson spielt Hand.Cannot.Erase.

Den Konzertteil vor der Pause widmete Steven Wilson, kurz vor der Veröffentlichung seines neuen Albums, dem 2015 erschienenen „Hand.Cannot.Erase.“. Gebannt lauschte das Publikum dem nachdenklichen Konzeptalbum. Die Band spielte perfekt, untermalt von den passend zu den Songs gestalteten Musikvideos, die auf einer großen Leinwand abgespielt wurden. Spätestens beim fünften Song „Routine“ war jedes Wort im Saal verstummt und keiner hatte mehr andere Dinge im Kopf als die traurige Geschichte der Frau, von der das Album handelt.

„The basic story, or concept of the record – it’s about a woman growing up, who goes to live in the city, very isolated, and she disappears one day and no one notices. There’s more to it than that. Now, what’s really interesting about this story is that your initial reaction when you hear a story like that is, ‚Ah, little old bag lady that no one notices, no one cares about.‘ [Vincent] wasn’t [like that]. She was young, she was popular, she was attractive, she had many friends, she had family, but for whatever reason, nobody missed her for three years.“

Nach der Erfrischungspause startete die Band mit dem Storm Corrosion Song „Drag Ropes“, das in „Book Of Regrets“ überging. Als Steven Wilson vor dem Song Lazarus genau die richtigen Worte fand zu den Anschlägen in Paris, der traurigen, harten Stunde für die Rockmusik und den Verlust seines Freundes David Bowie brachen alle Dämme.

Insgesamt 32 Songs wurden dargeboten, darunter sechs Porcupine Tree Songs, was uns als Fans natürlich sehr erfreute. Besonders die beiden Zugaben „The Sound Of Muzak“ und „Dark Matter“ gingen unglaublich unter die Haut.

Hier die komplette Setlist

Teil 1 (Hand. Cannot. Erase.)

  1. First Regret
  2. 3 Years Older
  3. Hand Cannot Erase
  4. Perfect Life
  5. Routine
  6. Home Invasion
  7. Regret #9
  8. Transience
  9. Ancenstral
  10. Happy Returns
  11. Ascendant Here On…

Teil 2

  1. Drag Ropes (Storm Corrosion)
  2. My Book Of Regrets
  3. Open Car (Porcupine Tree)
  4. Index
  5. Lazarus (Porcupine Tree) FÜR DAVID BOWIE
  6. Don’t Hate Me (Porcupine Tree)
  7. Vermillioncore
  8. Sleep Together (Porcupine Tree)

Zugabe

  1. The Sound Of Muzak (Porcupine Tree)
  2. Dark Matter (Porcupine Tree)

Vom Mark Lanegan Konzert letzten Februar in München findet Ihr hier ein paar Eindrücke.

Mehr über das Hand.Cannot.Erase. Album, seine Geschichte und Entstehung findet Ihr hier.