Denise auf dem Überlebenshof Scottmaring

Denise auf dem Überlebenshof Scottmaring

Vor Kurzem berichtete ich hier im Blog über eine sehr liebe Dame, die vegane Häkelmützen mit Statement1 herstellt und sich für die Rechte der Tiere einsetzt. Denise Slapansky stellte mir jetzt ihr neuestes Projekt vor.

Die kreative Friedbergerin häkelt nicht nur, sie hat noch viele weitere Talente. Seit frühester Kindheit malt und zeichnet sie, meistens schwarz-weiß mit Kohle, Bleistift oder Kreide. Später kam dann noch die Bildhauerei dazu.

Farbe, Licht und Freiheit

Während ihrer Ausbildung zur Kunsttherapeutin entdeckte Denise die Farben für sich, lernte sie kennen und lieben und bringt sie seitdem in ihren Kunstwerken zum Einsatz.

Mit meinen Bildern setze ich sogenannte „Nutztiere“ in ein „Meer aus Farben“. So heißt auch ein Song des Berliner Singer/Songwriter-Duos Berge. Er hat mich sehr inspiriert und könnte auch von einigen der Tiere gesungen werden.2 So muss das für sie sein, wenn sie befreit werden.

Denise beim Zaunbau auf dem Überlebenshof

Denise beim Zaunbau auf dem Überlebenshof

Licht, nur durch das Licht entstehende Farben, Luft, Freiheit, Liebe. Das fängt schon beim Futter an: Der Einheitsfraß, den z. B. Schweine bekommen: Ein grauer Brei, der den Kot flüssig halten soll, damit dieser durch die Spalten im Stall abfließt, denn während der sogenannten Mastperiode wird der ja nicht gereinigt.

Die Tiere, die ich male, konnten diesem Schicksal entfliehen, sind am Leben und haben die Farben, das Leben, die Schönheit und ihre Sinne entdeckt. Sie durften die Liebe der Menschen kennenlernen und nicht nur ihre dunkle Seite.

Ich bin keine Tiermalerin. Es geht mir nicht um das „Genauso wie“, dafür gibt es Fotografen oder andere, die sich darauf spezialisiert haben. Meine Bilder setzen die Tiere in einen Kontext, in dem sie sein sollten: Mitten im Leben, das bunt und schön ist, das man genießen muss, es ist das Einzige, das uns allen wirklich gehört.

Bild aus dem Atelier von Denise

Bild aus dem Atelier von Denise

Denise geht es um die Stimmung, den Ausdruck und den Kontext. Sie möchte, dass ihre Bilder immer wieder gerne angesehen werden.

Der Betrachter soll sich selbst mit Farben, mit Leben und mit positiver Stimmung auftanken.

Die Künstlerin möchte mit ihren Werken nicht nur eine positive und entlastende Stimmung ausstrahlen, sondern letztlich auch klarmachen, dass die Tiere nicht da hingehören, wo sie gehalten werden. Einige der Bilder spendet sie an Überlebenshöfe, die diese versteigern und damit etwas zum Unterhalt ihrer Tiere beitragen können.

Sissi und Franz

Sissi und Franz

Sissi und Franz

Während mir Denise von ihren Kunstwerken erzählte, berichtete sie mir auch von Sissi und Franz. Sissi wurde von einer Tierärztin entdeckt, die ihn auf einen Überlebenshof3 brachte. Dort kümmert man sich seither um ihre Versorgung.

Sissis Retterin ist so verliebt in das Schweinekind, dass sie fand, Sissi müsse Gesellschaft bekommen. Die Betreiberin des Hofes bekam dann Franz geschenkt, der aufgrund eines Hodendurchbruchs für den Bauern „wertlos“ geworden war.

Franz

Franz

Die beiden waren von Anfang an ein Herz und eine Seele, Sissi kümmert sich ganz rührend um den kleinen Mann. Wenn es die Zeit zulässt, besucht Denise die beiden und hilft bei den Renovierungsarbeiten auf dem Hof mit.

Franz wird auch auf dem nächsten Bild von Denise zu sehen sein, das derzeit in Arbeit ist, außerdem wird er das Motiv für den nächsten Stoff ihrer Mützenmarke WYOB1 sein.

Bildergalerie: Tiere von Denise Slapansky

Mit lieben Grüßen von Denise sind hier für Euch Berge mit „Meer aus Farben“: