WäschetrocknerHerbst. Winter schon fast. Es ist kalt und eklig. Der Nebel wird von Tag zu Tag undurchdringlicher. Ich sitze, überlege, arbeite, denke, schreibe. Vermutlich wird das Buch den Titel ‚Das Pony im Wäschetrockner – Oder: Wie ich meine Eltern in die Gesellschaft einführte‘ tragen. Man darf gespannt sein.

Der Wunsch wieder zu singen ist da. Wohlmöglich stärker als je zuvor. Die Suche nach einer Band gestaltet sich schwierig. Genau, wie vermutet. Ob das für immer ein Traum bleiben wird, ist die Frage. Es tut weh, wenn andere drüber reden. Versucht habe ich es. Immer und immer wieder. Ich nehme mir vor, alleine zu singen. Ohne Begleitung. Zu Hause. Doch es wird nichts daraus. Ich brauche eine Band. Einen Proberaum. Den Geruch von Gitarrenseiten. Das Hämmern des Schlagzeugs. Das Schnarren der Snare. Leute, die über Musik reden. Sachen ausprobieren. Die Texte stapeln sich.  Der letzte Tiefschlag scheint mich schwer beeindruckt zu haben. Im Normalfall wäre ich schon längst wieder einmal losgerannt, um mich bei der ein oder anderen unfreundlichen, hochnäsigen Indieband vorzustellen, die eigentlich auf der Suche nach einer männlichen Stimme ist, sich aber auch mit einer perfekt ausgebildeten Wahnsinnssängerin zufrieden geben würde, die von Doro Pesch bis Frank Zappa jede Stimme imitieren kann und nicht nur Soul, Punk und Rock in der Stimme hat, sondern am besten auch noch shouten und auf der Bühne Flic Flacs machen kann. So verharre ich hier und traue mich inzwischen nicht mal mehr vor meinen liebsten Menschen zu singen. Kommt jemand um die Ecke, so verstumme ich sofort. Eventuell sollte ich wohl über eine Gesangstherapie nachdenken. wink

WäschetrocknerHeute ist übrigens mal wieder einer dieser Herbsttage, an denen man sich am liebsten zusammen mit der Katze in einer staubigen Ecke unter dem Bett verkriechen würde. Kommunikation sollte im Idealfall gar keine stattfinden. Oder nur sehr wenig. Was ich momentan gar nicht mehr gebrauchen kann, ist die lärmende, staubende Baustelle vor der Türe. Oder besser: Vor dem Schlafzimmerfenster. Der letzte intelligente Schachzug der Stadt war es, im Rahmen der Straßensanierung eine extrem helle Straßenlaterne genau vor jenem Fenster aufzubauen. Aber wenn es nur das wäre. Inzwischen muss man die Bauarbeiter jeden einzelnen Morgen und Abend darum bitten, doch kurz die Einfahrt freizugeben, damit man vom bzw. auf den Parkplatz fahren kann.

Ansonsten gibt es viel Neues und auch viel Altes. Es wird geplant, organisiert, gefaulenzt, beratschlagt, geschrieben und gemalt. Für heute Abend steht der Besuch in einem mongolischen Restaurant an. Ich bin schon sehr gespannt. Ich habe schon so einiges gehört, über die Mongolische Küche, doch probiert habe ich sie bis heute noch nicht.

Der Reisebericht über meinen Kurztripp in die Türkei verzögert sich leider noch ein Wenig. Es gibt verschiedenstes zu berichten, leider war nicht alles so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Daraufhin habe im Nachhinein einen sehr langen Brief an den Reiseveranstalter verfasst, auf dessen Beantwortung ich inzwischen seit geschlagenen vier Wochen warte. Drückt mir die Daumen. Ich würde jedenfalls gerne einen schönen Reisebericht veröffentlichen und keinen Rant über einen miesen Reiseanbieter, bei dem nichts funktioniert, wie es funktionieren sollte. Ich bitte noch um etwas Geduld. Ich habe zumindest schon mal ein paar Fotos ausgesucht, eine kleine Fotoserie kann ich also auf jeden Fall bald an dieser Stelle veröffentlichen.WäschetrocknerIch wünsche allen noch einen schönen Abend, entschuldigt mich, ich muss nun das Pony aus dem Wäschetrockner holen und im Anschluss meine Nägel richten, damit ich nicht allzu spät in dem Restaurant aufschlage. Was meine heutige Stimmung betrifft: Ich gelobe Besserung und hoffe darauf, Euch das nächste Mal wieder einen etwas fröhlicheren Text bieten zu können.

Was ich in den letzten Tagen und Wochen Lustiges und Unlustiges erlebt habe, könnt Ihr wie immer in meinem Twitter-Feed nachlesen.

<3lichen Dank für die Aufmerksamkeit und eine sonnige Nacht

Emo-Anne

Song des Tages: