Heute lasse ich Euch mal an meinem Alltagsfrust teilnehmen. Ihr dürft eine höchstprivate, topaktuelle E-Mail lesen, die ich heute an ein paar meiner besten Freundinnen geschickt habe.

Hallo meine Teuersten!

Erstmal zu meiner Verteidigung:
Ich weiß, ich mache Euch verrückt, aber das tun die Mobilfunkanbieter auch mit mir. Ich habe nun 3 Wochen lang krampfhaft versucht, wieder zu Congstar zu wechseln (Deshalb hatte ich Euch ja vor Kurzem auch geschrieben, dass ich wieder unter meiner alten Nummer 01xxxxxxxxx zu erreichen bin.), was die allerdings mit aller Macht zu verhindern wussten.

Beweisfoto

Leider wurden meine geänderten Kontodaten bei Congstar nicht ins System übertragen. Das Guthaben, welches ich auf meine Karte geladen hatte, wurde zurückgebucht und innerhalb von 2 Tagen angemahnt, wodurch mir Kosten in Höhe von 46,80 € entstanden sind, ohne dass ich auch nur ein einziges Mal mit der Karte telefonieren konnte. Plus 20 Euro, die einfach in der Congstar-Warteschleife verpufft sind. Man stelle sich vor: Durch einen zuerst von Congstar verursachten, später von 1&1 nachgeahmten Fehler beim Versand meiner SMS-Bank-Tans wurde kurzzeitig sogar mein Bankkonto gesperrt. Ich sollte meine ‚Schulden‘ an Congstar überweisen, da mir sonst die Funktion ‚Kontodaten ändern‘ in meinem Congstar-Onlineprofil für immer verwährt bleiben würde, der Hund beißt sich also in den Schwanz. Die Bank hatte die iTANs versendet, allerdings kamen sie niemals bei mir an, da sich anscheinend weder 1&1 noch Congstar für die Übertragung der für mich bestimmten Kurznachrichten verantwortlich fühlte.

Ich bin also bis auf Weiteres wieder unter der 01xxxxxxxxxx erreichbar, da mich 1&1 (sicherlich aus Gründen) auch nach 3maliger Kündigung plus Anwaltsschreiben (Alles per eingeschriebenem Einschreiben) nicht aus ihrem Vertrag lassen. Sie schwören nach wie vor Stein und Bein, niemals auch nur einen Brief von mir erhalten zu haben. Geschweige denn ein böses Schreiben oder gar die beglaubigten Belege über die Auslieferung der Einschreiben bei 1&1. Von den nicht mehr zählbaren Telefonaten mit 1&1, bei denen ich von einem Spezialisten zum nächsten verbunden wurde, die nicht selten mitten im Gespräch einfach auflegten, möchte ich hier gar nicht mehr anfangen, ich habe Euch schon oft genug damit die Ohren vollgeheult. Ich werde auf jeden Fall weiter am Ball bleiben, auch wenn ich eigentlich schon am Ende meiner Kräfte (und meiner Nerven) bin und gebe Euch umgehend Bescheid, sobald ich wieder eine neue Nummer habe. Derzeit verspüre ich allerdings die dunkle Vorahnung, dass das noch eine Weile dauern wird. Naja, wenigstens könnt Ihr mich jetzt wieder erreichen. Ich hoffe auf Euer Verständnis.  Drückt mir die Daumen und stay tuned!

Küsse an alle

Anne

Nachtrag vom 9.10.2012:

Die Twitterin @taytomFFM hat mich soeben dazu inspiriert, an dieser Stelle einen Nachtrag zu schreiben.

Inzwischen habe ich herausgefunden, dass eine Kündigung bei 1&1 nur online funktioniert. Ich habe das von einer ehemaligen 1&1-Mitarbeiterin erfahren, mit der ich durch Zufall ins Gespräch gekommen bin. Es handelt sich dabei um ein sehr umständliches Verfahren. Zuerst benötigt man einen Online-Zugang. Am einfachsten bekommt man den, indem man einfach auf der Seite von 1&1 auf  ‚anmelden‘ klickt und angibt, dass man das Passwort vergessen hat. Man bekommt dann binnen einer Woche einen Code zur Erstellung eines Passwortes per Post zugesendet. Man kann dann direkt über das Portal kündigen. Am Ende wird man automatisch dazu aufgefordert eine Service-Nummer anzurufen, um die Kündigung zu bestätigen. Hier muss man wieder einen speziellen Code durchgeben. Zuerst wird man von einer Maschine gefragt, ob man möchte, dass das Gespräch aufgezeichnet wird. Natürlich verneint man das. Man wird an einen Mitarbeiter weitergeleitet, der einen bittet den Namen und das Geburtsdatum zu nennen. Dazu schaltet er übrigens ein Aufnahmegerät ein, worauf man vorher nochmal hingewiesen wird. Daraufhin bittet man um eine schriftliche Bestätigung per Post. Leider ist 1&1 allerdings nicht dazu in der Lage, diese zu versenden. Man muss also vertrauen. Und ohne schriftlichen Beweis weiterleben.

Übrigens erfuhr ich von besagter ehemaliger 1&1-Mitarbeiterin auch, dass man automatisch nach 20 Minuten aus der Leitung fliegt, egal ob man sich mitten in einem Gespräch befindet oder mal wieder in der Warteschleife. Ganz deckt sich das nicht mit meinen Erlebnissen, da ich nach den unterschiedlichsten Gesprächszeiten aus der Leitung geschmissen wurde. Allerdings bleibt mir nun wohl auch nur noch die Möglichkeit, das Ganze hinzunehmen.

Wie einige sicher vermuten, habe ich es inzwischen tatsächlich geschafft, den Vertrag zu kündigen. Er läuft nun im September 2013 aus (Geplant war eigentlich April, aber man kann ja schließlich nicht alles haben.).

Ich wünsche allen, die noch mit diesem Verein zu tun haben viel Glück. Haltet durch!

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