In den letzten Tagen habe ich mich mit der Planung der Englandreise, die für die nächsten beiden Wochen ansteht, beschäftigt.

Dabei habe ich auch in alten Tagebüchern geblättert, in denen ich schon als Kind jeden Urlaub minutiös genau aufgezeichnet habe, mit den Namen der Campingplätze, Sehenswürdigkeiten usw.

Das Tagebuch erzählt von früher

Beeindruckend, was dabei alles wieder ans Tageslicht befördert wird, stimmt einen fasst ein wenig melancholisch. Ich denke, ich sollte wieder mehr auf Papier schreiben, nachdem ich auch für diese Reise ein Reisetagebuch geschenkt bekommen habe, werde ich diese schöne Tradition so gut ich es noch, kann fortsetzen. Das letzte Mal gab es hier im Blog ein Reisetagebuch in Bildern, vielleicht kann ich dann dieses Jahr auch etwas mehr an Text mitbringen.

Tagebuch

„Der Schmetterling“ cardamonchai 1992

Sehr interessant, mit was man sich noch vor ein paar Jahren beschäftigt hat. „In Textverarbeitung wäre ich heute beinahe verzweifelt.“ Ein Eintrag  von 1996, ein Jahr später habe ich eine Urkunde bekommen, weil ich die schnellste Schreiberin in der ganzen Klasse war. Natürlich ruft das auch noch andere Erinnerungen hervor: Wir hatten damals noch keinen Computer, nur eine alte Reiseschreibmaschine, die mein Vater von meiner Oma geerbt hatte, eine mechanische versteht sich. So lernte ich in der Schule (mit von der Lehrerin sorgfältig zugeklebten Fingern, versteht sich) das Schreiben am Computer, zu Hause musste ich dann auf diesem Ungetüm üben, wobei natürlich eine komplett andere Anschlagtechnik nötig war. Alles in allem nicht einfach das Ganze.

Ich bin schon immer lieber verreist

Trotzdem bin ich meinen Eltern heute sehr dankbar, dass sie ihr Geld lieber für Ferienreisen mit uns Kindern ausgaben als für Luxusgüter wie Computer. Irgendwie habe ich mich ja diesem mir völlig fremdem Mysterium dann, zwar Jahre später als meine Altersgenossen, doch noch genähert.

Tagebuch

„Die Reiseschreibmaschine“ cardamonchai 1996

„Vorgestern hat mich „S“ gefragt, ob ich mit ihm gehen will.“ Darauf folgt dann ein 5-seitiger Text, in dem ich die Vor- und Nachteile einer Beziehung abwiege und mir überlege, ob ich nun auf dem Zettel „ja“, „nein“ oder „vielleicht“ ankreuze. Das war 1996, kurz vor meinem ersten „richtigen“ Konzertbesuch. Oasis in der Olympiahalle, die Eintrittskarte besitze ich heute noch.

Tagebuch

„Die Eintrittskarte“ cardamonchai 1997

Morgen geht es nach England, eine Station wird unter anderen auch Tintagel sein. Dort war ich auch zu dieser Zeit schon mit meinen Eltern. Ich bin gespannt, ob ich mich an irgendetwas erinnern kann. Fotos habe ich aus diesem Urlaub leider keine gefunden. Es wird auf jeden Fall spannend.

Packen und Musik hören

Ich werde jetzt noch ein Bisschen packen und aufräumen und dabei Musik hören. Hier eine Neuveröffentlichung, mit der ich heute Morgen aufgestanden bin. CALEXICO veröffentlichen im September ihr neues Album „Algiers“, die erste Auskopplung: „Para“. Für alle, die es wie ich nicht mehr erwarten können: Das Album kann bereits vorbestellt werden.

Hier geht’s zu den Tourdaten.