Johanna - Spargelkönigin von SchrobenhausenDie Schrobenhausener Spargelkönigin wird seit 1975 jedes Jahr im Bierzelt des Schrobenhausener Volksfestes gekrönt. Johanna Schuster trat am 11.08.2009 Ihre Regentschaft als Schrobenhausener Spargelkönigin an. Sie ist die 35. Schrobenhausener Spargelkönigin.

Die Qualifikationen, die sie benötigt, um dieses Amt antreten zu können hat sie auf dem Hof Ihres Großvaters erworben. Sie hilft dort mit ihren Geschwistern während der Spargelzeit immer gerne aus. Johanna studiert derzeit, arbeitet gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen, ist Gauleiterin im Sportschützengau Schrobenhausen und musiziert in der Band Let´s Fetz.

Anne: Sie haben ja schon immer auf dem Spargelbetrieb des Großvaters gearbeitet. War es dann schon immer ihr Traum, Spargelkönigin zu werden?

Johanna: Als kleines Mädchen war das sicher immer mein Traum. Zwischenzeitlich in der Pubertät hat sich das sicherlich mal ein Bisschen verloren, das ist klar. (lacht) aber ich habe mich unheimlich gefreut, als ich letztes Jahr gefragt wurde, ob ich Spargelkönigin werden möchte.

Anne: Welche Verpflichtungen hat eine Spargelkönigin?

Johanna: Als Spargelkönigin hat man hautsächlich repräsentative Aufgaben. Zum Beispiel Werbung für den Verband und die Schrobenhausener Spargelbauern zu machen.

Anne: Wie oft essen sie Spargel?

Johanna: Täglich!

Anne: Was ist dann ihr liebstes Spargelrezept? Wie bereiten Sie Spargel am liebsten zu?

Johanna: Ich esse Spargel am liebsten klassisch mit etwas Butter und Kartoffeln als Beilage.

Anne: Sie studieren ja momentan. Wie können Sie das zeitlich mit Ihrem Ehrenamt vereinbaren?

Johanna: Ich habe es letztes Jahr schon um diese Zeit gewusst, dass ich dieses Jahr Spargelkönigin werden möchte. Von daher konnte ich mir zeitlich ganz gut einteilen. Einige Vorlesungen und Klausuren habe ich einfach vorgezogen, einige habe ich verschoben. Ich habe dadurch natürlich jetzt schon ein Semester verloren, aber größtenteils kann ich es so organisieren, dass ich jetzt in der Spargelzeit frei habe.

Anne: Sie sind ja auch Gauleiterin des Sportschützengaus Schrobenhausen und Mitglied der Band Let´s Fetz, was haben Sie denn sonst noch an Hobbys, wenn dafür überhaupt noch Zeit übrig ist?

Johanna: Ich bin im Schützenverein auch in einer Mannschaft aktiv, wir haben jeden Freitag im Herbst und im Frühjahr Rundenwettkämpfe mit dem Luftgewehr.

Anne: Wieviele Ringe? (lacht)

Johanna: Momentan habe ich einen Schnitt von 375. (lächelt), außerdem lese ich sehr gerne und laufe viel. Das hilft mir auch den Kopf frei zu kriegen.

Anne: Was mußten Sie bisher als Spargelkönigin an Terminen wahrnehmen?

Johanna: Nach dem Schrobenhausener Volksfest folgten gleich viele weitere Volksfeste zum Beispiel in Kehlheim, Siegenburg und Ringburg. Im Herbst finden immer ganz viele Märkte statt. Ich war zum Beispiel auf dem ersten europäischen Bauernmarkt in Landshut. Dort hat es mir sehr gut gefallen. Im Januar folgten dann die Neujahrsempfänge. Die Hauptsaison wird natürlich jetzt die Spargelzeit sein.

Anne: Was waren für sie bisher die Highlights?

Johanna: Bisher waren, muß ich ganz ehrlich sagen, die größten Highlights die politischen Events. Ich durfte zum Beispiel Herrn Seehofer und unseren Landwirtschaftsminister Brunner persönlich treffen.

Anne: Was kommt noch auf Sie zu?

Johanna: Wir werden jetzt in der Spargelzeit in unsere Partnerstadt Perg in Südtirol fahren. Darauf freue ich mich schon sehr. Außerdem stehen noch sehr viele Marktbesuche während der Spargelzeit an. Dazu gehört natürlich auch der Spargelmarkt in Schrobenhausen am 15. Mai auf dem Lenbachplatz.

Anne: Welche Bedeutung hat der Spargelanbau für die Region Schrobenhausen?

Johanna: Der Spargel ist für die Stadt Schrobenhausen von sehr großer Bedeutung. Der Schrobenhausener Spargel verdankt seinen Namen natürlich der Stadt, die durch diesen Namen auch sehr bekannt geworden ist. Es kommen sehr viele Gäste nach Schrobenhausen und besuchen zum Beispiel das Spargelmuseum.

Anne: Wie wird man Spargelkönigin und wie lange dauert die Regentschaft einer Spargelkönigin?

Johanna: Ich hatte das Glück, gefragt zu werden, ob ich das Amt gerne annehmen möchte. Ich habe gar nicht lange darüber nachgedacht. Ich habe einfach kurz zu Hause gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn ich Spargelkönigin werde und dann zugesagt. Die Unterstützung der Familie ist sehr wichtig. Ich wurde im August 2009 auf dem Schrobenhausener Volksfest zur Spargelkönigin gekrönt Diesen August wird auf dem Volksfest die neue Spargelkönigin bekanntgegeben.

Anne: Zum Abschluß noch eine Frage: Was bedeutet Heimat für Sie?

Johanna: Heimat ist für mich sehr wichtig,ich könnte mir auch nicht vorstellen irgendwo anders zu leben, also auszuwandern! Heimat ist aber eigentlich nicht ein bestimmter Ort, sondern hängt eher mit meiner Familie und meinen Freunden zusammen. Heimat ist da, wo ich einfach das Gefühl hab, „da gehör ich hin“!

Anne: Vielen Dank für dieses nette Interview!

Der ultimative Spargelschäler-Test

Am 26.04.2010 testete Johanna Schuster für das Pro7 Galileo Team Spargelschäler auf dem Leinfelder Hof in Schrobenhausen.

Johanna war kurz zuvor bereits in einer Live-Sendung des BR zu sehen. Ihr Fazit: Einen Beitrag zu drehen ist anstrengender als eine Live-Sendung, da jede Einstellung einzeln gefilmt werden muss, bis alles perfekt sitzt. Großen Spaß hat ihr beides gemacht.

Zu Beginn des Drehs hatte man noch Zweifel, was die Witterung betrifft, aber kaum hatte sich das Team um Johanna versammelt riss die Wolkendecke auf. Bei strahlendem Sonnenschein testete die Schrobenhausener Spargelkönigin die Spargelschäler.

Zum Abschluss gab es natürlich frischen Spargel zubereitet nach Johannas Lieblingsrezept: Mit Butter und Kartoffeln als Beilage.

Hier einige Impressionen vom Dreh des Beitrages:

Bild oben im Text: Johanna privat; Bildergalerie und Beitragsbild: Anne