IlmmünsterDie Gemeinde Ilmmünster liegt im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und gehörte zum im 8. Jahrhundert gegründeten *Stift Ilmmünster, ein ehemaliges Kollegiatstift in der Diözese Freising. Ilmmünster war Teil des Kurfürstentums Bayern. Bis zur Auflösung 1803 bildete es eine geschlossene Hofmark, deren Sitz der Stift war. Durch die Verwaltungsreformen in Bayern mit dem Gemeindeedikt 1818 entstand die heutige Gemeinde.

Für die Geschichte der Gemeinde war das auf eine frühmittelalterliche Gründung zurückgehende Chorherrenstift von großer Bedeutung. Nachdem das Stift an das Kollegiatstift beim Dom in München übertragen war (1494), trug es als Grundherrschaft einen großen Teil zu Entwicklung des Ortes bei. Der Bau der St. Arsatius-Basilika mit dem charakteristischen Treppengiebel ist auch heute noch ein eindrucksvolles Denkmal dafür.

Man kann diese Leitlinien auch im Wappen von Ilmmünster erkennen. Es stellt den heraldisch stilisierten Turm mit Treppengiebel dar, kombiniert mit dem Hinweis auf die Grundherrschaft des Stiftes, die durch zwei gekreuzte silberne Krummstäbe dargestellt wird. Darauf, daß schon seit dem 12. Jahrhundert das Haus Wittelsbach als bayerische Landesherrschaft mit Ilmmünster in enger Verbindung stand, weisen die Farben Silber und Blau hin.

Im Jahr 1996 feierte man in Ilmmünster das 1250-jährige Ortsjubiläum. Das Jubiläum gründet sich nicht auf ein historisches Datum, sondern auf eine historische Tradition, die von der Geschichtsforschung mittlerweile allerdings in Frage gestellt wird.

Erste urkundliche Erwähnung

Urkundlich erwähnt wurde Ilmmünster erstmals 765 auf einer Schenkungsurkunde. Damals verkauften der Mönch Egino und sein Bruder Reginolt ein väterliches Gut in Ilmina an die Freisinger Domkirche. In den darauf folgenden Jahren wurden einige Besitztümer der Familie verschenkt. Die Familie kann als Stifterfamilie des Klosters Ilmmünster angenommen werden. Der genaue Standort des Klosters kann leider heute nicht mehr rekonstruiert werden. Das erste Mal sicher erwäht wurde das Kloster Ilmmünster in der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts, damals unter dem Namen Cella Ilmina

1970 zählte die Gemeinde Ilmmünster 1.429 Einwohner, 1987 1.590, heute sind es 2.162, das sind pro Quadratkilometer 156 Einwohner.

Bürgermeister ist Anton Steinberger von der CSU.

Zu den Sehenswürdigkeiten von Ilmmünster zählen die romanische Basilika St. Arsatius, die Kapelle Herrenrast, der Dorfbrunnen, sowie die St. Peters-Kirche im Ortsteil Ilmried.

Ilmmünster verzichtet bewußt auf die Ausweisung eines Gewerbegebietes, um die Wertsetzung in vorhandene Strukturen zu legen. So wird das Verwaisen des Ortskerns, das man heute in einigen Gemeinden beobachten kann, verhindert.

*Stift Ilmmünster:
Das Benediktiner-Kloster Ilmmünster wurde 762 von Adalbert und Otker Huosi, einer einheimischen Adelsfamilie gegründet. Es wurde St. Arsatius und St. Quirinius geweiht. Seit 1060 war es Kollegiatsstift. 1493 wurde das Kloster an das Münchner Frauenstift übergeben. Im 18. Jahrhundert diente es dann als Residenz des Münchner Kapital-Offizials. 1803 wurden dann die Güter im Zuge der Säkularisierung (Verweltlichung kirchlicher Güter im Kurfürstentum Bayern von 1802 bis 1803)
verkauft.

Quellen:
http://wikipedia.de/
http://ilmmuenster.pfaffenhofen.de/